8.0 Verlustbeiwerte (z- Zeta) Allgemeine Hinweise Wie bereits unter 1.10 beschrieben, muss zur Ermittlung des Druckverlustes, den die Einzelwiderstände wie Bogen, Gabelstücke usw. verursachen, der Zeta-Wert (z) des Bauteils mit dem dynamischen Druck, der in dem Teil herrscht, multipliziert werden. Delta p = z * pdy in Pa.Da für den Normalfall pdy = 0,6 * w² ist, ergibt sich ein Druckverlust von Delta p = z * 0,6 * w² für den Einzelwiderstand. Im z - Wert ist nur der zusätzliche Verlust gegenüber einem geraden Rohr enthalten; die Länge des Einzelwiderstands ist bei der Rohrlänge mit zu berücksichtigen. Die angegebenen z -Werte setzen, wenn nicht anders angegeben, einen Re-Wert von größer 105 voraus, was jedoch in lufttechnischen Anlagen fast immer der Fall ist.Bei Bauteilen mit unterschiedlichen Luftgeschwindigkeiten, z.B. Konusstücken, sind die Zetawerte bezogen auf den kleinen Durchmesser (z d) mit der höheren Geschwindigkeit und bezogen auf den großen Durchmesser (z D) mit der niedrigen Geschwindigkeit angegeben, damit sie bei der Aufteilung der Teilstrecken alternativ jedem der beiden Abschnitte zugeordnet werden können. (Beide z-Werte ergeben unter Berücksichtigung der entsprechenden Luftgeschwindigkeit denselben Druckverlust.)Die z-Werte setzen eine gleichmäßige, parallel anströmende Luft voraus. Sind mehrere Einzelwiderstände, die eine Richtungsänderung des Luftstroms hervorrufen, dicht hintereinander angeordnet (Abstand weniger als 5 bis 8 Durchmesser), sollten die z-Werte verdoppelt werden. Die Widerstandsbeiwerte (z) werden durch Versuche ermittelt, die relativ ungenau sind, da der durch den Einzelwiderstand hervorgerufene Druckverlust erst in größerer Entfernung gemessen werden kann. Außerdem sind die spärlich veröffentlichten Daten z.T. widersprüchlich. Daher sollten die hier angegebenen Werte lediglich als Anhaltspunkte betrachtet werden. Der Widerstand von strömungstechnisch ungünstigen Leitungsabschnitten (Einzelwiderstände dicht hintereinander, größere Luftgeschwindigkeitsänderungen, große Umlenkungen des Luftstroms durch T-Stücke oder durch enge Bögen) mag noch hingenommen werden können, jedoch ist zu beachten, dass Stoffe, die aus dem Luftstrom ausfallen können, hier u.U. die Rohrleitung später verstopfen. |